Dieter Hagen hat sich der Stilllebenmalerei verschrieben, die zu den traditionellen Bildgattungen der Kunstgeschichte gehört. Die Bilder des Rasteders sind aus Gegenständen des Alltags und Fundstücken komponiert. Motive, die häufig wiederkehren, sind Dosen, Flaschen, Werkzeuge, Seile, Blüten und Früchte, die meist auf Tischen arrangiert sind. Die Hintergründe bleiben unbestimmt, während sich der Maler ganz auf die Dinge konzentriert und ihre äußere Form und Stofflichkeit mit großer Liebe zum Detail wiedergibt.
Sein besonderes Interesse gilt der Darstellung von reflektierenden Oberflächen, von Schriftzügen und von Anzeichen des Verfalls. Abblätternde Farbe, Druck- und Faulstellen am überreifen Obst und die abgenutzte Schäbigkeit mancher Objekte sind als moderner Verweis auf die Vergänglichkeit und damit als Anlehnung an die niederländische Tradition zu interpretieren, die im „Neuen Realismus“ ihre Fortsetzung findet. In der Darstellung von Glasgefäßen mit ihren raffinierten Spiegelungen und Lichtbrechungen liegt eine besondere Herausforderung.